Aurecarien

Rund 2.500km Argentinischer Wüste liegen hinter uns (mit wenigen Ausnahmen des Weinbaus in Cafayate und Mendoza). Heute dürfen wir von einem kleinen Bach aus starten aus Los Lachos. Nach rund 50km ändert sich die Landschaft schlagartig. Wir sehen bewaldetes Gebiet! Bewaldet mit Aurecarien, die hier im Grenzgebiet Chile-Argentinien wachsen. Uralte Bäume. Angeblich bis zu 2.000 Jahre alt. Mit Nadeln, die wie Blätter aus den Ästen ragen.

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Nicht nur Bäume, plötzlich gibt es auch Bäche (solche die auch kräftig Wasser führen, nicht trockene Flussbette). Im Hintergrund schneebedeckte Berge. Mich erinnert die Komposition aus Bergen, Wasser und Bäumen an unsere Zirben-Gebiete.

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Am Abend lasse ich es mir nicht nehmen, unweit von Aluminé in den Fluss zu steigen und mich stromab treiben zu lassen – durchaus ein Wildbach mit mäßiger Temperatur (Schneeschmelze), aber ich genieße das Wasser und die Strömung.

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Gauchos

Stolz sitzen sie auf ihrem Pferd, die Gauchos. Sie tauchen auf aus dem Nirgendwo und lassen ihr Pferd fröhlich traben – und verschwinden im Irgendwo. Häuser, Wasser oder Hinweise auf bewohnbares Gebiet gibt es hier nicht. Einzig die Zäune, die auch wüstenartiges Gebiet über hunderte Kilometer abgrenzen, zeugen von menschlichen Aktivitäten.

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Chos Malal

Chos Malal ist so etwas wie eine Bezirkshauptstadt – allerdings für eine Flächen zumindes so groß wie Niederösterreich. In der Stadt – und damit im ganzen Einzugsgebiet besteht eine Tankstelle – Wartezeit zwei Stunden!

Da Rasttag, mache ich wieder einen Ausflug, diesmal zu Fuß. Erst Gebrüll im Baum. Eine Horde Papageien hat sich niedergelassen. Prächtig in den Farben.

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Tagsüber wird der Wind immer wieder stärker und er bläst heftig – erfreulicherweise nicht kalt. Ein Vorgeschmack auf die kommenden Stages. Wir fahren nach Süden, der Wind kommt von Westen, also Seitenwind. Ich bin gespannt.

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Traumautos

unserer Jugend (jetzt 50+). Hier fahren sie noch – wenn auch nicht immer in traumhaftem Zustand. Wir sprechen hier von Baureihen der 70er Jahre. Aus amerikanischer Fertigung sind deutlich ältere Modelle unterwegs.

??????????Sunbeam

Fiat: Hier sind auch noch Fiat 600 im Einsatz – wer kann sich daran noch erinnern?

??????????Fiat 124

??????????Fiat 125 Coupe

??????????Fiat 128

??????????Peugeot 404

??????????Peugeot 504

??????????Renault 4

??????????Renault 12

??????????Citroen 2CV

??????????Citroen Ami 8 (mein Auto anno 1981 – Baujahr Anfang 70er –  hat damals weniger gut ausgesehen als das Modell am Foto)

??????????Ford Coupe

??????????Toyota Celica

??????????Ford Falcon – hier Baujahr 1973

??????????Oder doch ein Amerikanischer Pickup? Heute als SUV bezeichnet!

Träumte wer von Ami-Limousinen?

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Patagonien

Nach einem grandiosen Sonnenuntergang  folgen wir am Morgen erst weiter dem Rio Grande, der sich durch das weite Land mäandriert. Dazwischen bahnt er sich einen Canyon durch Lava.

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Abends erreichen wir den letzten Teil unserer Reise: Patagonien. Mit der Überquerung des Rio Barrancas haben wir die Grenze zur Region Patagonien überschritten.

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Wir sind mitten im Vulkanland. Überall ragen Kegel aus dem Boden – wenige Meter hoch bis zu mehr als 4.000m (im Hintergrund der Payun, der bei jedem Licht schwarz ist, jedes Licht schluckt, wie ein Schwarzes Loch).

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Nach einem wunderschönen Abendrot in Barrancas

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machen wir am Weg nach Chos Malal Lunch zwischen dem Vulkan Tromen (4.114) und dem Wayle (3.296m). Dazwischen ein See mit Flamingos

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Das Wetter hat sich stabilisiert. Tagsüber kommen wir wieder mit T-Shirt und kurzer Hose aus, soferne nicht der berühmte Wind Patagoniens bläst – und der ist kräftig und kühl.

Hinweis: Die Blogeintragungen werden nun in größeren Abständen erfolgen. Internet ist hier kaum mehr verfügbar. Die Orte liegen weit auseinander und sind sehr klein mit wenig Infrastruktur. In der Argentinienkarte 1:1Mio. sind Orte eingezeichnet, die aus einem bis maximal fünf Häusern bestehen! Dafür betragen die Distanzen zwischen diesen „Orten“ mehr als 100km.

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Versorgung am Land

Weiter Richtung Süden. Das Wetter wurde wieder besser. Nachts kalt, tagsüber heizt die Sonne wieder, begleitet von starken Winden – wir nähern uns Patagonien. Weiterhin weite. Lange Täler. Entfernungen von 200km zwischen Ortschaften. Dazwischen einzelne Häuser.

An einem Versorgungspunkt für diese einzelnen Häuser haben wir heute 4. Nov. Lunchpause gemacht. Eine gemütliche Gaststube, verbunden mit einem Kaufhaus. Hier gibt es alles Wichtige – Angelhaken, Milch, Mehl, Haarshampoo, Bier, Bohnendosen, Whiskey.

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