Coyhaique

Rasttag. Ein gemütlicher Campingplatz mit angeschlossener Autowerkstatt :-). Ich bin froh, diese nicht zu benötigen. Foto Zelt Ich nutze den freien Tag wieder für eine Wanderung. Ein Berg am Stadtrand, der Gipfel rund 1.100m über der Stadt. Ich beginne beim Gipfel – leider nichts zu sehen, da in den Wolken. Beeindruckend die ‚Urwälder des „Forestal Nacional“ mit uralten Baumriesen, dazwischen Bambus, kleine Seen, …. ??????????   ????????????????????

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Glaciar Collante

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Glaciar Collante bedeutet auf Deutsch „Hängegletscher“. Tatsächlich hängt das Ende eines wahrscheinlich riesigen Gletschers den Berg hinunter.

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Aus dem Gletscher strömen unglaubliche Wassermassen. Erst in einen See, dann in einen reißenden wuchtigen Wildbach, eigentlich ein Fluss.

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Aus der Vegetation ist zu schließen, dass Niederschlag häufig ist. Auch wir waren heute im Regen unterwegs und sehen den Gletscherbruch nur zeitweise, wenn die Sonne durch die Wolken blinzelt.

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Am Weg dichte Pflanzen und fremde Blüten. Unsere Fuchsien im Blumentopf wachsen hier als große Büsche.

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Vegetation und Nationalparks: Nationalparks sind hier Gebiete mit echter Urlandschaft. Da wird kein Baum gefällt, kein Weg gebaut – nichts. Und die Flächen sind riesig. Wahrscheinlich umfassen alleine die Nationalparks in Patagonien (Argentinien und Chile) die Fläche von Mitteleuropa. Dazu kommen noch die Nationalparks in anderen Teilen dieser Länder.

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Carretera Austral

Unter General Pinochet wurde die Straße errichtet, um die südlichen Landesteile möglichst am Landweg und auf Chilenischem Boden erreichen zu können. Die Tafeln mit dem Namen Pinochet sind nach wie vor vorhanden. Teilweise ist die Straße noch einspurig und unbefestigt – dafür umso schöner. Die Fahrzeugdichte haben wir mit etwa einem Fahrzeug je Stunde und Fahrtrichtung ausmachen können.

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Nun sind Arbeiten im Gange, um die Straße zu verbreitern und zu asphaltieren. Dazu sind massive Sprengarbeiten in dem Granit erforderlich.

 

Wir folgen der Carretera Austral nach Süden durch unglaublich tolle Landschaften – Wälder, Seen, Wiesen, unglaubliche Wasserfälle und Bäche von der Größe eines Inn. An einem „See“ prangt ein Schild „Tsunami Gefahrengebiet“? Was soll das? An einem See? Getäuscht. Der „See“ entpuppte sich als das Ende eines langen Fjordes. Wir erreichen nach langer Zeit wieder den Pazifik.

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Die Dörfer hier wurden durchwegs auch von Europäern gegründet. Ein Dorf hat walisische Wurzeln. In Puyuhuapi dominieren deutsche Namen: „Rossbacher“, „Hopperdietzel“, „Uebel“. Dorfgründung 1935, weitere Zuwanderung 1945.

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Die Häuser stehen heute noch wie damals gebaut und sehen deutschen/österreichischen Gartenhäusern aus dieser Zeit sehr ähnlich.

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Chile

Über El Bolson und den Nationalpark Los Alerces erreichen wir am Sonntag 16.November Chile.

Der Nationalpark Los Alerces – unglaublich: Uralte Wälder wechseln sich ab mit Buschwerk. Dazwischen Seen, Flüsse (beide laden zum Baden ein), Berge, Gletscher. Alles Urlandschaft. Hier gibt es keine Holzbringung. In den Etappen zwischen El Bolson und Futaleufu ist Patagonien unfassbar schön.

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Leider ist mir am Abend ein Fauxpas passiert. Den ganzen Tag über habe ich auf tiefhängende Äste geachtet und bin Kurven herum gefahren. Am Abend biege ich in eine Tankstelle ein und übersehe ein tiefhängendes Kabel. Ergebnis: Die Federgabel eines Rades bricht am Dach des Truck. Das Rad eines Teilnehmers, der seit zwei Tagen dabei ist, ein funkelnagelneues Rad hat und nur zwei Wochen dabei ist. Die Australier sagen: „shit happens“.

 

 

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San Carlos di Bariloche

Ich erinnere mich an den Genfer See. Es gibt zwar keine Palmen und keinen Weinbau, auch keine UNO und kein Rotes Kreuz und auch keine Fontäne im See, aber: eine Stadt an einem sehr großen See, schneebedeckte Berge, Fremdenverkehr.

Auffällig sind viele deutsche Namen: „Hotel Edelweiss“, „Piedra Habsburg“, „Bäckerei“, „Der Tiroler“, „Otto Meiling“. Ich wandere am Rasttag auf den Cerro OTTO.

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Am Abend ein Steak – ein  Gedicht.

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Wasserfall gesucht

Am Straßenrand ein Schild: „Cascada Nivinco – Junio a Noviembre cerrado“. Unsere spärlichen Spanischkenntnisse sagen uns: Der November ist besonders: Also nichts wie hin zum Wasserfall. Erst mit dem Truck, bis die Bäume zu eng stehen.
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Dann zu Fuß. Nun wird klar, was im November besonders ist: Schneeschmelze und viel Wasser.
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Wenn der Bach schon den Weg überschwemmt, dann muss der Wasserfall besonders schön sein. Also durch:
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Nicht ohne. Die Strömung stark, das Wasser kalt. Der Geier (oder ähnlich) wartet schon.
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Es geht schmale Pfade durch Dickicht aus Bambus und zu mehreren Bachquerungen.
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Am Ende werden wir mit einem grandiosen Wasserfallbelohnt.
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Kaum zu glauben, wie mächtig er wirkt, haben wir doch erst denselben Bach durchquert. Ein wunderbarer Ausflug außerhalb des offiziellen Programmes.

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