Uyuni

Uyuni am Salzsee hatte offenbar Bedeutung als Bahnumschlagstelle. Die Bahnlinie kommt von der Kueste Chiles. Heute zeugt der Bahnfriedhof davon. Dampfloks aus dem 19. Jahrhundert rosten dahin. Ein Leckerbissen fuer Technikfreaks. so etwas steht bei uns nicht einmal im Museum. Die letzten abgestellten Waggons waren allerdings bis in die 1980er Jahre im Einsatz.

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Am heutigen Rasttag habe ich wieder einen Berggipfel (ein 4.00er) bezwungen – mit dem Fahrrad. Es war dann eine schoene Abfahrt – je etwa ein Drittel Fels, Schotter, Sand.

Die Stadt Uyuni selbst ist ein doch etwas trauriger Ort mitten in der Wueste bzw. am Rand der Salzwueste.

??????????Foto des Strassenlebens folgt.

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Salar de Uyuni

Salz, soweit das Auge reicht. Der weltgroesste Salzsee. Etwa so gross wie die Steiermark. Etwa 150km Durchmesser. Wir durchqueren den Salzsee auf zwei Etappen: Bis Mittag zu einer Insel. Diese ist voll riesiger Kakteen – 6m und mehr hoch.

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Nachmittags dann zu einem Salz-Hostel. Ein Haus, ganz aus Salz gebaut. Einfach Ziegel aus dem Salz geschnitten.

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Ich schlafe am Salz ohne Zelt. Es gibt wunderbare Sonnenauf- und -untergaenge. Temperatur wie ueblich am Altiplano. Morgens um die 0ºC. Es ist ein eigenartiges Gefuehl in dieser Salzwueste, in der es wirklich nichts Lebendiges gibt.

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Lebendig war es hier offenbar im Jänner. Da ueberquerte der Tross der Dakar-Rallye den See. Offenbar steht dies auch fuer Jaenner 2015 am Programm.

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Altiplano 2

Nun sind wir wirklich da. Der Name sagt alles: Alti (hoch, ja – 3.600 bis 4.000m) und Plano (wirklich eben). Bewuchs: etwa Gras, ausreichend fuer die Lamas und die verwandten Wildtiere, die Vikunas. Dazwischen seichte Seen. Wir fahren entlang des Lago Popoo. Der ist mehr als 100km lang. Uebrigens stammt von hier, der unwirtlichen, einsamen Gegend der Praesident Boliviens, Evo Morales.

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Am Weg ein Lama-Contest. Die stolzen Besitzer gringen ihre schoensten Lamas zur Beurteilung durch offizielle „Judges“.

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Wetter: Seit LaPaz jeden Tag am spaeten Nachmittag Gewitter, Sturm, Regen, Kaelte. Ich habe noch nie Regenvorhaenge dieser Dimension, die sich um den halben Horizont ziehen – samt den dazugehoerigen Gewitterblitzen. Morgens dann um die 0ºC, aber wieder blauer Himmel und Sonnenschein. Und die Sonne hat in dieser Hoehe einige Kraft und spendet Waerme.

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Am Abend des 2. Oktober kommen wir am Krater eines Meteoriteneinschlages an. Ein kreisrundes Loch in der Ebene. In der Mitte ein kleiner See.

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Polizei

Erster Polizeikontakt in Bolivien: In der Stadt Oruro nehmen wir mit dem Fahrrad am Dach des LKW ein Kabel mit. Das bekommt eine Polizistin mit: Auto abstellen und mitkommen auf die Polizeistation. Dort zum „Departemento Investigativo Especiales“. Hinter dem Chef haengen furchterregende Bilder von schrecklichen Unfaellen, von entstellten Unfall- und Mordopfern. Vorerst warten, bis der Chef Zeit hat. Der weiss auch nicht recht, was tun. „Investigativo Especiales“ heisst wahrscheinlich, dem Sachverhalt genauf auf den Grund gehen. also: Fussmarsch zum Kabel. Der LKW steht weiterhin mitten auf der Strasse. Der Polizist macht unter der Unmenge herumhaengender Kabel ein duennes abgerissenes Telefonkabel aus. Das muss es gewesen sein. Ich verschweige, dass das Kabel durchaus so stark war, unser Fahrrad aus der Verankerung zu ziehen.

Zurueck zur Polizeistatiion: Kontrolle der Papiere – Fuehrerschein und Pass. Die Unterschrift des Zollbeamten am Einreisestempel sieht der Zahl 30 aehnlich – und das am 1. Oktober! Besteht womoeglich ab 30. September gar keine Aufenthaltsberechtigung mehr? Noch immer die Frage: Was tun?

Schussendlich die Loesung: Ich uebergebe 50 Bolovianos (etwa EUR 5,-) fuer die Reparatur des Kabels. Das Geld verschwindet in seiner Schreibtischlade. Nach eineinhalb Stunden keonnen wir weiterfahren.

Es waren spannende eineinhalb Stunden.

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