Fließt Wasser auch bergauf?

Wir fahren von Abancay wieder 1.500 bergauf auf einen Pass mit 3.800m. Wir sehen hinüber über das Tal, wo wie vor zwei Tagen geschlafen haben. Sieht sehr nah aus, es sind aber  80 Straßenkilometer.

Vom Pass ging es wieder hinunter – einen Hang, ein Tal. Dann, in rund 1.800m Seehöhe die Überraschung: ein Bach, und er fließt uns entgegen! Wo kommt der her und wo fließt der denn hin? Wir kommen ja von oben. Die Lösung: Es gibt ein Seitental, durch das der Bach in einer Schlucht fließt: Schlucht? Dagegen ist der Grand Canyon eine Kleinigkeit. Die Schlucht ist 4.000m tief! Der Bach auf 1.500m, die Hänge ziehen hinauf bis auf gletscherbedeckte Berggipfel mit rd. 5.500m Höhe.

Wie tüchtig sind unsere Radler? Bei der heutigen Etappe waren 2.200m bergauf zu fahren und rd. 100km zurückzulegen. Der schnellste war in fünf Stunden am Ziel! 63 Jahre alt. Bergerfahrener Niederländer!?

Standard

Es gibt noch Steigerungen

Sa 13.9. eine Tour der Superlative. Für die Biker galt es mehr als 2.000 Höhenmeter zu überwinden. Für den Truck gab es 70km enge kurvige rumpelige Schotterstraße – mit unendlichen Tief- und Weitblicken. Unglaublich, wenn man über einen Pass kommt und mehr als 1.000m tief in ein Tal blickt. Die Straße schlängelt sich – eng an den steilen Hang geschmiegt – hinunter und am gegenüber liegenden Hang wieder hinauf. Jede Begegnung mit einem entgegen kommenden Fahrzeug wird zur Herausforderung.

Berge, die 2.000m aus den Tälern aufragen. Und hinter jeder Kurve eine Überraschung, eine neuerliche großartige Szenerie.

Am Foto meine Co-Pilotin am Lunchplatz. Dort haben wir heute die Halbtages-Stärkung serviert.

Standard

Rasttag – 2.000m up and down

??????????Am heutigen Rasttag konnte ich radeln – und ich habe dies ausgiebig getan. Jene Strecke, die die Teilnehmer gestern hinunter fuhren, bin ich hinauf und hinunter gefahren: insgesamt 100km. Großartige Szenerie an Bergen, Tälern, Dörfern, Landwirtschaft. Alles zwischen 2.500m und 3.800m. Vorbei an Gips-Bergwerken und weite Blicke in tiefe und lange Täler, teilweise Schluchten. Die Nebelschwaden machten die Landschaft mystisch. Bergauf genoss ich die Szenerie. Bergab ließ ich das Bike dann richtig über die (schlechte) Schotterstraße traben – ein Genuss über 2.000 Höhenmeter.

Standard

Elektroinstallationen

Kleiner Exkurs zu den Elektroinstallationen: Wie schließt man ein Gerät am Strom an? Man nehme je ein Kabel und wickle es um einen Pol der offen liegenden Sicherung – bitte nicht beide Kabel gleichzeitig berühren?

Eine Dusche – siehe Bild. Der Duschkopf ist gleichzeitig Durchlauferhitzer. So gibt es Warmwasser zum Duschen. Man kann aber auch während des Duschens den Hauptschalter betätigen – falls man vielleicht morgens noch nicht ganz munter ist und einen kleinen Elektroschock benötigt. Kurz: Ein Abenteuer.

??????????

Standard

Rauf und Runter

Es sind unheimlich viele Höhenmeter, die zu überwinden sind. Von über4.000m gibt es wieder einen Downhill von über 4.000m auf 2.000m Wieder wird die Baumgrenze bei etwa 3.500m durchschritten. Kartoffel allerdings wachsen auch auf 4.000m. Auf 2.000m ist wieder alles grün. Wir gehen nochmals über 4.000m und haben einen Rasttag in Andahuaylas vor uns – ich kann wieder Radfahren!

??????????

Standard

Bushcamp am Altiplano

Wir werden in Ayacucho wieder mit Pauken und Trompeten verabschiedet. Kein Politiker lässt derzeit in Peru einen Termin aus. Anfang Oktober sind Wahlen und da wird scheinbar hart gekämpft. Kaum ein Haus, das nicht mit einem Kandidaten bemalt ist oder zumindest eine Fahne hängen hat.

Es geht wieder hinauf auf rund 4.000m. Steppe. Gelbes Gras. Womit sich hier die Kühe ernähren, würden bei uns sogar die Ziegen nach Futter schreien. Es friert wieder in der Nacht.

Standard

Ayacucho

Einfach eine schöne Stadt – insbesondere bei Vollmond.

Übringens:das Bild stammt von jenem Tisch, an dem wir eine gute Flasche Rotwein geleert haben. Geht´s uns gut?

Standard

Schlucht ohne Ende

Nachdem wir Freitag 5. Sept. aus 4.000 m Seehöhe kommend in eine Schlucht eingebogen sind, folgen wir dieser den ganzen Tag über 80km lang. Nun sind wir auf 2.200m Seehöhe angelangt. Die Strecke ist atemberaubend – aufgrund ihrer Vielfalt und ihrer Dimension, aber auch aufgrund der Straße. Die ist gerade mal 3m breit und schlängelt sich dem Hang entlang. Hier fahren auch 6-achsige LKW-Züge. Den Spuren nach zu schließen stehen da oft schon einige Räder nicht mehr auf der Fahrbahn sondern über dem Abgrund. Spannend zu sehen, wie die Straße gegen Abrutschen abgesichert ist – gar nicht oder mit gelegten und nicht sonst befestigten Steinschlichtungen – selbst wenn es senkrecht nach unten geht.

Wir sind beinahe Augenzeugen des ersten Unfalles seit Abfahrt in Quito. Unsere Ärztin darf gleich vor Ort ihre Notfallmedizin probieren und ein paar Nähte im Gesicht einer Mitfahrerin setzen. Es wird schon kritisch, wenn 7 Personen in einem PKW sitzen, der crasht – und von hinten kommt auch noch das Gepäck in den Nacken. Nach Nähen und Schockbehandeln ziehen wir noch den kaputten PKW von der Straße und setzen die Fahrt durch die unendliche Schlucht fort.

8. Sept. sind wir in Ayacucho angekommen – 9. Sept. wieder ein Rasttag.

Standard

Regen

Wir fahren weiter Richtung Süden. Es beginnt am Vormittag zu Regnen und wir befürchten schon ein unangenehmes Camping. Am Abend dann aber Beruhigung der Wetterlage. Da wir uns mit dem Truck einigermaßen verfahren, kommen wir in abgelegene Gebiete und finden Landwirte bei der Arbeit. Zwei Felder nebenan: Die einen pflügen mit dem Traktor, die anderen mit der Kuh.

 

Standard

Huancayo

Heute eher eine Verbindungsetappe auf Asphalt. Auf der Pampa sind uns Vicunas begegnet, die wilden Verwandten der Lamas. Ab morgen folgen wieder zwei Bushcamps. Ich habe den LKW schon entsprechend mit Wasser und Lunch-Verpflegung gefüllt.

Bis nach den Bushcamps !!

Standard