Rasttag in Tarma

Wieder ein Rasttag – und ich nutze ihn, um mit dem Bike auszureiten. Ein Seitental hoch von 3.000m auf 4.000m, weiter einen Singletrail, der wieder in eine Schotterstraße mündete. Wieder auf 4.000m. Dann noch die Besichtigung eines Klosters und einer Höhle – wieder auf 4.000m. In Summe 1.800 Höhenmeter. Ruhe, unendliche Weiten und viele Überraschungen, z.B. jene, dass hinter dem Horizont immer wieder ein neuer Horizont erscheint :-).

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Cerro de Pasco

Wir starten am 1. September in Huanuco auf knapp 2.000m Seehöhe und verfolgen ein einziges Tal mit einem Bächlein – über 100km und bis auf 4.300m. Bei rund 3.500 ist die Baumgrenze.

Spannend auf der Straße. Aufpassen muss man auf Tiere, aber heute nicht auf Schafe oder Ziegen sondern auf Schweine! Die laufen hier herum, wie anderswo Schafe.

Für die Biker hart ist die größte Steigung auf den letzten 5km. Und was erwartet uns am Pass auf 4.300m? Ein riesiges Loch! Und eine Stadt. Und Schutt. Cerro de Pasco ist eine Bergbaustadt rund um eine große Mine (das Loch) und riesige Abraumhalden. Im Umfeld befinden sich weitere Minen – Zink, Silber.

Mit Sonnenuntergang (18.30 Uhr) wird es empfindlich kalt. Es gibt niemanden ohne Haube und dicke Jacke. Am Abend hat es um die 0 Grad. Bin auf die Frühtemperatur gespannt (war dann knapp unter 0). Heizungen gibt es hier nicht, dafür dicke Wolldecken.

 

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2.300m Downhill

Unglaublich, die heutige Fahrt von Junin nach Tarma. Nach einem kurzen Anstieg von 4.000m auf 4.300m ging vorbei an kleinen Seen und rund um Felsen immer zwischen 4.000 und 4.300m. Dies über 35km. An den Seen Flamingos, im Davonlaufen Vicunas  (eine Art wilder Lamas). Dann kommen wir um eine Ecke – und schauen 2.000m tief in ein Tal hinab. Die Radler jubeln. Es gibt einen Downhill von 2.300m! Es jubeln jene, denen Mountainbikefahren liegt. Schotterstraße, die ich im LKW mit 15 km/h meistere. Ein Traum mit dem Bike. Man könnte dem Tal noch weiter folgen,  dann würde man im Amazonas-Dschungel landen. Wir steigen wieder auf eine Höhe von 3.000m in der Stadt Tarma.

Unglaublich jedenfalls, wie schnell sich die Landschaften ändern, andererseits aber wie weitläufig hier die Landschaften sind – ein traumhafter Tag.

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Flamingos

Wir starten in der Bergwerksstadt Cerro de Pasco. Von 4.300m kann es ja nur mehr hinuntergehen. Gefehlt: Es geht nur auf knapp mehr als 4.000m. Und auf dieser Höhe breitet sich über zig km eine Hochebene aus – mit einem See samt Schilfland und Nassgebieten-ein Vogelparadies. Auf den Wiesen grasen Schafe und Alpacas. Im Feuchtgebiet tummeln sich Flamingos und Enten/Gänse. Rund um das Hochland in einiger Entfernung hohe Berge. Das Hochland selbst dürre Pampa mit wenigem und trockenem Gras.

Am Abend, wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, wird es sofort wieder empfindlich kühl. Wir bleiben auf über 4000m.

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Wie kommen 10t aus dem Schlamm?

Habe erstmals eine Situation schlecht eingeschätzt und den Truck in einen schlammigen Straßengraben gesetzt – bis zur Radnabe – in beängstigender Schräglage. Was tun? Glücklicherweise waren dort viele Leute (sonst hätte ich nicht ausweichen müssen). Ich dachte, jetzt brauchen wir schweres Gerät. Da kommt einer und sagt: „das machen wir schon“. Ich befestige zwei Abschleppseile an der Front. Weitere drei Gurte an der Dachgalerie, damit der Truck nicht umfallen kann – und an allen fünf Stricken ziehen rund 30 Mann. Unglaublich: es hat funktioniert. Was Manpower und Enthusiasmus alles schafft. Der Truck steht auf der Straße. Anschließend großes Händeschütteln und Schulterklopfen.

Ein Video dazu:

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Cerro de Pasco

Wir starten in Huanuco auf knapp 2.000m Seehöhe und verfolgen ein einziges Tal mit einem Bächlein – über 100km und bis auf 4.300m. Bei rund 3.500 ist die Baumgrenze. Wir durchfahren alle Vegetationsstufen von intensiver Landwirtschaft bis auf Almen, auf denen Alpacas und Lamas stehen.

Spannend auf der Straße. Aufpassen muss man auf Tiere, aber heute nicht auf Schafe oder Ziegen sondern auf Schweine! Die laufen hier herum, wie anderswo Schafe.

Für die Biker hart ist die größte Steigung auf den letzten 5km. Und was erwartet uns am Pass auf 4.300m? Ein riesiges Loch! Und eine Stadt. Und Schutt. Cerro de Pasco ist eine Bergbaustadt rund um eine große Mine (das Loch) und riesige Abraumhalden. Im Umfeld befinden sich weitere Minen – Zink, Silber.

Mit Sonnenuntergang (18.30 Uhr) wird es empfindlich kalt. Es gibt niemanden ohne Haube und dicke Jacke. Am Abend hat es um die 0 Grad. Bin auf die Frühtemperatur gespant. Heizungen gibt es hier nicht, dafür dicke Wolldecken.

 

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Wir bauen ein Haus

Samstag 30.8.: Rasttag in Huanuco. Eine Stadt mit angeblich 170.000 Einwohnern. Es hat den Anschein, täglich werden es mehr. An den Berghängen des Stadtrandes entstehen Erweiterungsgebiete.

Ich mache eine Wanderung auf einen Hausberg, einen 3.000er (die Stadt liegt auf rd. 1.900m) und durchquere dabei auch die Neubaugebiete.

Wie baue ich hier ein Haus? Man nehme sich ein Grundstück am Stadtrand – Hangneigung ca. 30°. Für eine ebene Fläche benötigt man Aushub. Diesen mische man mit Wasser und stampfe den Brei in eine Form. Fertig ist der Ziegel. Nun trocknen lassen und später die Mauern errichten. Dann ein paar dünne Holzstangerl darauf gelegt und ein paar Stück Blech: Fertig

Infrastruktur wie Wasser, Kanal, Strom kommen vielleicht später.

 

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Queen of the Andes

Heute, 28. August, sind wir durch den Nationalpark „Huascaran“ gefahren. „Durch den Nationalpark fahren ist vor dem Hintergrund seiner Dimension zu betrachten. Er hat eine Fläche, die knapp der Hälfte der Fläche Österreichs entspricht. Also genauer: wir haben einen südlichen Teil des Nationalparks durchquert.

Ausgangspunkt war ein Bushcamp in der Pampa auf rund 4.000m Seehöhe. Ich hatte mich zu Schlafen ohne Zelt entschieden. Der Sternenhimmel ist einfach unglaublich vielfältig. Am Morgen dann Raureif am Schlafsack.

In dem Gebiet wachsen Pflanzen, ähnlich Agaven, die einmal in ihrem Leben eine Blüte produzieren – the so called „Queen of the Andes“. Die werden über 10m hoch. Nach diesem Höhepunkt  sterben die Pflanzen ab.

Weiter geht es mit unglaublichem Panorama, mit einer Weite, die in Europa nicht vorstellbar ist. Die Straße (schlechter Schotterweg, wir fahren mit dem Truck 15-20 km/h) führt unter Hängegletschern und vorbei an knapp 6.000m hohen Bergen auf einen Pass mit 4.800m Höhe. „Wir fahren über den Gipfel des höchsten Berg der Alpen, den Mont Blanc.“

Unglaublich, dass auch in dieser Höhe und in dieser Abgeschiedenheit Menschen wohnen. In einfachsten runden Lehmbauten, kaum 2m hoch, gedeckt mit dem harten hier wachsenden Gras – bei Nachttemperaturen um -10°C. Hier wohnen aber schon sehr lange Menschen, wie Felszeichnungen belegen, an denen wir vorbeikommen. In einem Felsüberhang sind sie ohne weiteren Schutz schon deutlich über 1.000 Jahre erhalten geblieben.

Nun haben wir die Wasserscheide überquert. Der Bach, an dem wir heute (wieder im Zelt) nächtigen, fließt zum Amazonas und in den Atlantik.

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Bergbau

An den unmöglichsten Orten finden sich Minen. Am Rasttag bin ich von Huaraz aus in das Quabrada (Tal) Honda geradelt. Ich wollte mir den Berg, den ich 1988 bestiegen hatte, von der anderen Seite ansehen. Seine Felswand hat dort von unten weniger spektakulär ausgesehen, als der Blick von oben.

Was ich angetroffen habe, sind Silberminen. Eine auf 4.200m, eine auf 4.400m Seehöhe. Das Erz wird dort mit LKW abtransportiert, und zwar über Wege, die für das Mountainbike perfekt sind, für LKW unglaublich – steil, rutschig, eng, loser Schotter, Felsen, tiefe Löcher.

Auch in anderen Gebieten tauchen Minen auf, die sich hauptsächlich durch Abraumhalden sichtbar machen. Es muss hier einiges an Metallen geben: Es gibt Bäche, deren Flussbette grell-orange sind – ohne dass oberhalb eine menschliche Aktivität stattfinden würde: Eine natürliche Kontamination. Auch die Farbe der Berge ist vielfältig – von tiefschwarz über verschiedene Rottöne als Kontrast zu den weiß leuchtenden Gletschern.

Am Foto einen Konsumenten von Coka-Blättern.

 

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Reifensandalen

Ja, es gibt sie noch, die Sandalen aus verschiedenen Teilen von Autoreifen. Aber nur mehr sehr selten. Sie werden nur mehr von älteren Personen getragen.

Großartiger Indio-Markt in Caraz.

Etwas Enttäuschung in Huaraz. Die Stadt ist sehr urban geworden. Es gibt keinen rundgestrickten Alpaca-Pullover mehr zu kaufen. Kleidung nur mehr aus Fernost. Umso toller und immer wieder beeindruckend das Panorama.

 

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