Salar de Uyuni

Salz, soweit das Auge reicht. Der weltgroesste Salzsee. Etwa so gross wie die Steiermark. Etwa 150km Durchmesser. Wir durchqueren den Salzsee auf zwei Etappen: Bis Mittag zu einer Insel. Diese ist voll riesiger Kakteen – 6m und mehr hoch.

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Nachmittags dann zu einem Salz-Hostel. Ein Haus, ganz aus Salz gebaut. Einfach Ziegel aus dem Salz geschnitten.

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Ich schlafe am Salz ohne Zelt. Es gibt wunderbare Sonnenauf- und -untergaenge. Temperatur wie ueblich am Altiplano. Morgens um die 0ºC. Es ist ein eigenartiges Gefuehl in dieser Salzwueste, in der es wirklich nichts Lebendiges gibt.

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Lebendig war es hier offenbar im Jänner. Da ueberquerte der Tross der Dakar-Rallye den See. Offenbar steht dies auch fuer Jaenner 2015 am Programm.

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Altiplano 2

Nun sind wir wirklich da. Der Name sagt alles: Alti (hoch, ja – 3.600 bis 4.000m) und Plano (wirklich eben). Bewuchs: etwa Gras, ausreichend fuer die Lamas und die verwandten Wildtiere, die Vikunas. Dazwischen seichte Seen. Wir fahren entlang des Lago Popoo. Der ist mehr als 100km lang. Uebrigens stammt von hier, der unwirtlichen, einsamen Gegend der Praesident Boliviens, Evo Morales.

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Am Weg ein Lama-Contest. Die stolzen Besitzer gringen ihre schoensten Lamas zur Beurteilung durch offizielle „Judges“.

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Wetter: Seit LaPaz jeden Tag am spaeten Nachmittag Gewitter, Sturm, Regen, Kaelte. Ich habe noch nie Regenvorhaenge dieser Dimension, die sich um den halben Horizont ziehen – samt den dazugehoerigen Gewitterblitzen. Morgens dann um die 0ºC, aber wieder blauer Himmel und Sonnenschein. Und die Sonne hat in dieser Hoehe einige Kraft und spendet Waerme.

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Am Abend des 2. Oktober kommen wir am Krater eines Meteoriteneinschlages an. Ein kreisrundes Loch in der Ebene. In der Mitte ein kleiner See.

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Polizei

Erster Polizeikontakt in Bolivien: In der Stadt Oruro nehmen wir mit dem Fahrrad am Dach des LKW ein Kabel mit. Das bekommt eine Polizistin mit: Auto abstellen und mitkommen auf die Polizeistation. Dort zum „Departemento Investigativo Especiales“. Hinter dem Chef haengen furchterregende Bilder von schrecklichen Unfaellen, von entstellten Unfall- und Mordopfern. Vorerst warten, bis der Chef Zeit hat. Der weiss auch nicht recht, was tun. „Investigativo Especiales“ heisst wahrscheinlich, dem Sachverhalt genauf auf den Grund gehen. also: Fussmarsch zum Kabel. Der LKW steht weiterhin mitten auf der Strasse. Der Polizist macht unter der Unmenge herumhaengender Kabel ein duennes abgerissenes Telefonkabel aus. Das muss es gewesen sein. Ich verschweige, dass das Kabel durchaus so stark war, unser Fahrrad aus der Verankerung zu ziehen.

Zurueck zur Polizeistatiion: Kontrolle der Papiere – Fuehrerschein und Pass. Die Unterschrift des Zollbeamten am Einreisestempel sieht der Zahl 30 aehnlich – und das am 1. Oktober! Besteht womoeglich ab 30. September gar keine Aufenthaltsberechtigung mehr? Noch immer die Frage: Was tun?

Schussendlich die Loesung: Ich uebergebe 50 Bolovianos (etwa EUR 5,-) fuer die Reparatur des Kabels. Das Geld verschwindet in seiner Schreibtischlade. Nach eineinhalb Stunden keonnen wir weiterfahren.

Es waren spannende eineinhalb Stunden.

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LaPaz – 4.000m Abfahrt

Wieder Rasttag. In La Paz. Ich radle wieder. Erst auf knapp 4.800m zum Ausgangspunkt zur Besteigung des Huayana Potosí.??????????

Dann beginnen 4.000m Abfahrt in den Dschungel – naja: Ich habe bei rd. 2.200m Schluss gemacht. Ich musste ja wieder zurück.

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Gestärkt habe ich mich in örtlichen Gasthof
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Bolivien – Copacabana – Titicacasee

23. September – wir erreichen Bolivien. Und legen gleich einen Rasttag am Titicacasee in Copacabana ein. Dem Titicacasee folgen wir vier Tage. Er ist einfach riesig. Und er lässt komplett vergessen, dass er auf einer Höhe von 3.800m liegt.

Unendlich schön mit seinem goldenen Schilfgürtel und mit seinen unendlich vielen Inseln und Halbinseln.

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In der Ferne schon zu sehen der 6.088m hohe Hausberg von La Paz, der  Huayana Potosi.

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Puno – Titicacasee

In Puno erreichen wir den Titicacasee. Die Stadt liegt in einer Bucht am Hang ähnlich einer Tribüne. Wir besuchen Menschen, die auf ihren schwimmenden Inseln wohnen. Die Inseln bestehen ausschließlich aus Schilf. Dieses muss ständig erneuert werden, da das im Wasser befindliche Schilf wegmodert – Jede Woche eine neuen Schicht Schilfgras. Insgesamt sind die Schilflagen 2m dick. Eigenartig, auf so einer Insel zu wohnen mit vielleicht 200m² Größe.

Die Leute erläutern uns professionell, aber herzlich, wie ihre Insel aufgebaut ist. Insgesamt sollen rd. 3.000 Personen auf solchen Inseln wohnen.

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Altiplano

Wir sind am Altiplano angelangt. Nun sind keine steilen Berge und Täler zu durchfahren. Es geht relativ eben dahin auf Höhen zwischen 3.500m und 4.300m. Die Vegetation karg – gelbes Gras. In Sichtweite immer wieder schneebedeckte Berge, d.h. höher als 5.000m. Es wäre hier ein Leichtes, in einem Tagesausflug einen 5.000er zu besteigen.

Toll die Lichtspiele, die sich bieten. Gelbes, golden leuchtendes Gras, blauer Himmel, Wolken in allen Schattierungen von weiß bis schwarz. Dazwischen die Sonnenstrahlen.

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Rasttag in Cusco

Nach dem Ausflug nach Machu Pichu bleibt noch ein Rasttag in Cusco. Ich nutze ihn wieder für einen Radausflug – erst zu Inca-Resten am Stadtrand. Dann aber zweige ich vom Touristenstrom ab und folge einer kleinen Straße, später einem Weg. Dieser führte auf alten Steinen der Inca in ein liebliches Tal, das voll von Resten der Inca ist. Dort sind aber keine Touristen. Es ist ruhig, still, lieblich. Ich genieße den Singletrail mit seinen Trialpassagen.

Nun folgt wieder Einkaufen am Markt für die Nächsten Lunch-Verpflegungen.

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Machu Pichu

Die Kombination von Lage und den Ortsresten (Stadt war es ja keine mit rd. 1.000 Einwohnern) sowie den vielen Unbekannten zum Leben der Incas machen den Ort aus. Die Berge extrem steil, Granit. Dschungel. Bäche, die um Granitpfeiler mäandrieren. Ausblick auf schneebedeckte Berge. Unwegsames Gelände. Und in diesem Gelände haben Menschen einen Berggipfel abgeflacht und eine Siedlung aufgebaut. Jeder Schritt für einen Weg bedeutete das Formen zumindest eines Steines – und das konnten die Incas offenbar gut. Fugen? Gegen Null.??????????

Wir nehmen uns zur Besichtigung den ganzen Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang Zeit und lassen das Ambiente auf uns wirken.

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Cusco

Wir kommen in Cusco an. Ich erkenne die Bahnstrecke, die es mir vor 26 Jahren nicht ermöglicht hatte, Machu Pichu zu erreichen. Die Lokomotive defekt. Heute ist das damalige freie Gelände um die Bahnstrecke dicht verbaut. Angeblich ist die Stadt nun rd. dreimal so groß. Die Bahn transportiert keine Personen mehr.

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Ich spaziere durch das historische Zentrum – prächtig, teuer, viele Touristen.

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Nur 500m weiter der Alltag in Peru. Wäschewaschen auf der Straße, da kein Wasser im Haus. In keiner Stadt bisher war der Gegensatz so groß.

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