Loja: Eine Kleinstadt.

Die Stadt hat offensichtlich eine tolle Kulturszene. Das House of Music erlaubt auch Laien den Zugang zu Musik – neben einem Cafe mit Livemusik. Daneben noch eine Kunst-Universität.

Der Hauptplatz hat eine riesige Kathedrale und rundum Häuser, aus denen man meint, Zorro springen zu sehen – oder einen Gewehrlauf hinter dem Vorhang – oder einen Cowboy, der gerade vom Balkon direkt auf sein Pferd springt. Wie im Western.

5km hinter der Stadt beginnt der Dschungel. Ein Hochlanddschungel, aber die Pflanzen wachsen übereinander, durcheinander, aufeinander. Und bringen tolle Blüten hervor.

Ein Rasttag mit viel Natur.

 

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Loja

Wieder weiter. Wieder über drei Pässe. Insgesamt 2.400 Höhenmeter. Trockene Regionen wechseln mit tiefgrünen Regionen ab. Ich komme wieder meiner täglichen Aufgabe nach, die Mittagspause und die Mittagsverpflegung zu organisieren.

Unterwegs lesen wir einen jungen Ecuadorianer auf, der auch mit dem Rad unterwegs ist – und zwar von Cuenca nach Loja. Das sind rund 200 km mit 4.000 Höhenmetern. Er ist bei Vollmond weggefahren – „da konnte ich die Straße sehen“ – und war rd. 30 km vor dem Ziel ziemlich müde. Sein Rad: ein altes 10-Gang-Rad ohne Bergübersetzung, ohne Lenkerband, Stahl. Er freut sich sehr, mit unserem Truck mitfahren zu können.

 

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Dres Senoritas

Am 8. August ging es wieder über mehrere Pässe auf 3.400m – von Cuenca nach Oña. Dort wurden wir von den „dres Señoritas“ verpflegt- bzw. deren Nachkommen. Die Señoritas sind nämlich schon betagte Damen. Die älteste der Schwestern ist Jahrgang 1916!

Das Dorf Oña ist ein nettes Dörfchen, dessen Häuser mit ihren Balkonen etwas an Westerndörfer erinnert. Die ausgewachsenen Schweine am Grillsind wir bereits gewöhnt. Nun sehen wir auch kleinere „Schweine“ am Grill, nämlich Meerschweinchen.

 

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Cuenca

Am 7. August ging´s nach Cuenca, einer Stadt mit bildhübschen mittelgroßen Häusern und einigen Kirchen.

Zuerst zur Anfahrt:

Je näher die Radler zur Stadt Cuenca kamen, desto mehr Autoverkehr herrschte. Und wer gesehen hat, wie die LKW hier rauchen, kann einschätzten wie angenehm das ist. Es geht einem kaum besser als dem armen Schwein am Grill.

Zu den LKW: Was die großen europäischen Marken (Mercedes, Volkswagen) hier als neueste Errungenschaft verkaufen, ist Emissionsklasse EURO 3 – also ohne Partikelfilter. Was so hauptsächlich auf der Straße fährt, hat von EURO-Emissionsklassen noch nichts gehört. Dafür fahren schon PKW mit Hybridantrieb – neben Toyota-Pick-Ups aus den 70er Jahren.

Am 8. August Rasttag in Cuenca. Ich nutze die Gelegenheit zu einem Radausflug, den ich auf 3.400m beende, nachdem es doch empfindlich kalt wurde. Ich teste so ein gegrilltes Schwein und kann nur sagen – schmeckt toll.

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Ruinen

Einen für die Radler anstrengenden Tag ging´s nach Ingapirca. Mehr als 2.000 Höhenmeter waren zu überwinden. Dafür war die Landschaft umso toller.

Ich bin wieder meiner täglichen Aufgabe nachgekommen, die Radler auf etwa halber Strecke mit Essen und Getränken zu versorgen. Falls eine/r nicht mehr kann, dann packe ich Rad und Reiter ein.

Die Ruinen: es sind die größte in Ecuador erhaltenen Inca-Reste. Da ist nicht viel übrig geblieben.

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Rasante Downhills

Wir starten in Alausi. Unmittelbar neben einer riesigen Statue des San Pedro. Es geht über einen Pass, wieder 3.300m. Die Landschaft ist grandios – weich gezeichnete Berge und tiefe Täler. Die Berge sehen mit ihren Feldern manchmal wie Schachbretter aus.

Die Radfahrer haben bei den Downhills schon mehr als 90 km/h auf ihren Tachos und GPS-Geräten gespeichert. Schade mit dem Truck. Da muss ich mich mit weniger als der Hälfte begnügen.

Es gibt starke Radfahrer in der Gruppe. Einer hat sich heute wahrscheinlich kaum die Landschaft angesehen – 35 km und 760 Höhenmeter in einer Stunden 39 Minuten – und das zwischen 2.800 und 3.300 m Seehöhe!

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Chimborazo

Von Riobamba ging´s weiter am Chimborazo vorbei, der sich allerdings nur schemenhaft zeigte. Angeblich der höchste Berg der Erde – wenn man nicht vom Meeresniveau aus misst, sondern vom Erdmittelpunkt. Dies da die Erde halt ein „Laberl“ und keine Kugel ist.

Die Strecke wird immer schöner, der Verkehr immer weniger. Es geht durch Vulkanlandschaften ohne Ecken und Kanten, dafür aber mit extrem tief eingeschnittenen Tälern. Die Bäche haben sich tief in das weiche Vulkanmaterial gegraben. Auch in über 3.000m Seehöhe wird intensive Landwirtschaft betrieben, sogar Weizen wächst noch.

Am Indiomarkt kaufen wir Obst für den nächsten Tag. 

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Cotopaxi

Heute ging es von Quito Richtung Süden. Vorbei am Cotopaxi nach Latacunga. Nicht irgend ein Saumpfad sondern die PanAmericana führt hier auf 3.500m. Teilweise ziemlich steil.

Am Zielort wird es dann für den LKW eng. Die Straßen sind ziemlich schmal, Aber nicht nur das, auch die Stromkabel hängen tief. Es fällt aber kaum auf, dass wir mit unserem LKW und einem darauf montierten Fahrrad ein paar Kabel mitnehmen. Ergebnis: siehe Foto.

Tanken macht hier Spaß. Diesel kostet 1 US$, Benzin 2 US$ – per gallon! 

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Start

Heute erfolgte der Start der Reise – weg vom Mittelpunkt der Erde „Mita del Mundo“ am nördlichen Stadtrand von Quito. Dort steht am Äquator ein großes Denkmal mit einem Museum über die Vielfalt der Ecuadorianischen Völker, Kulturen, Landschaften, Vegetationen – von der Pazifikküste über die Anden zum Oberlauf des Amazonas. Angeblich haben schon die alten Inkas vor einigen Tausend Jahren diesen Platz ausfindig gemacht.

Mit einem Knall eines zerplatzenden Fahrradschlauches gab der Bürgermeister von Mita del Mundo das Startsignal. Nun geht es nach Süden nach dem Motto: „from the Center of the World to the End of the World“.

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Quito

Der Countdown läuft. Morgen ist Start. Heute nutzten wir die Zeit zu umfangreichen Gängen durch die Altstadt von Quito – Alt nach amerikanischen Maßstäben. Es beginnt mit dem 17. Jh. Dafür aber mit gewaltiger Pracht in unzähligen Kirchen. Barock spanisch übersteigert durch zusätzliche Elemente aus der indigenen Kultur.

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