Verkehr in Peru

Hauptverkehrsmittel im Kurzstreckenbetrieb ist das MotoTaxi (siehe Foto). Produkt meist aus China. Der Herstellername WANXIN sagt schon alles (X=S). Die Geräte fahren jedenfalls kreuz und quer. Mitfahren macht einigen Spaß.

Im Langstreckenbereich dominieren 4-achsige Stockautobusse. Das sind die einzigen Fahrzeuge hier, die Tempo machen und auch beim Überholen Druck machen.

In der Mittelstrecke Sammeltaxi – 9-sitzig.

PKW fast nicht vorhanden, sonst PickUp ab Baujahr 1960. PKW deutscher Herkunft wären hier unbrauchbar. In jedem Ort befinden sich mehrere Schwellen, damit niemand zu schnell fahre. Diese Schwellen sind tw. nur im Schritttempo zu überfahren. Daher gibt es hier auch keine tiefgelegten Autos – eher hochgelegte, um die Schwellen unbeschadet zu überstehen.

Bedeutung ausgewählter Verkehrszeichen:

                Rote Ampel = Stoptafel

                Stoptafel = Hupen vor dem Passieren der Kreuzung

                Einbahnstraße = Gegenverkehr hat Vorrang

Wir haben bislang keinen Unfall gesehen. Alle fahren mit sehr viel Übersicht. Die ist auch notwendig, wenn Motorräder auf der Landstraße rechts über das Bankett überholen während links der Überlandbus hupend überholt.

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Bushcamp

Am Abend des 15.8. schlafen wir im Bushcamp, genauer: in der Wüste im Zelt. Wir sind also nicht in der nächsten Stadt angekommen. Sofort wurden wir von der Polizei gesucht. Nachdem wir 40 Personen wohlbehalten gefunden waren, war alles ok und der Polizist sehr froh.

Heute in Lambayeque ein Museum besucht, in dem die Ausgrabungen aus einer Pyramide der Vor-Inca-Zeit ausgestellt sind – die Gräber sowie deren Beigaben zweier Führer aus dem 3. Und 7. Jh. n.Chr.: Viel Gold, Silber und Kupfer.

Übrigens: Die Incas waren in der Region Nord-Peru nur 60 Jahre herrschend, dann kamen schon die Spanier.

 

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Peru

Wir erreichen Peru. Schlagartig ändert sich die Vegetation. Es wird trocken.

Wir werden aber empfangen wie Staatsgäste. Knapp nach der Grenzstation holt uns die Polizei ein, fragt was wir vorhaben und begleitet den Truck sowie die Radfahrer über die ersten 100km auf Schritt und Tritt. Wir fahren mit drei Motorrädern vor uns und einem Polizeiauto hinter uns. Sicherer ist kein Staatsbesuch unterwegs. Die ganze Nacht über bewacht ein Polizist die zwei LKW und das Hotel.

 

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Essen

Ja, was essen wir? Bzw. Was wird hier gegessen? In Ecuador

Fleisch

Am Häufigsten Huhn (rd. 2 kg pro Stück, dabei aber nicht fett). Gekocht, oder gebraten.

Weniger oft Schwein, teilweise als Ganzes am Grill – sehr gut

Noch weniger Rind, teilweise in der Suppe

Praktisch gar nicht Ziege oder Schaf. Sieht man auch kaum herumlaufen.

Das Fleisch sieht in den Märkten sehr gut aus, schmeckt auch gut, wenn auch vielleicht nicht alle EU-Hygienevorschriften eingehalten sind. Am Foto die Anlieferung zum Markt.

Obst / Gemüse

Viel Obst. Bananen zum Niederknien gut, besonders die Kleinen. Grüne Kochbananen gegrillt als Beilage oder als Chips (wesentlich besser als unsere Bananenchips). Papaya, Orangen, Äpfel, Avocado (supergut), Passionsfrucht, Melonen.

Auf jedem Markt gibt es Jugo – gemixten Obstsaft. Den gibt es auch zu jedem Frühstück (übrigens fast immer mit Ei).

Vom Rest wissen wir nicht, was es ist.

 

Übrigens: Morgen 14.8. geht es nach Peru.

 

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Loja: Eine Kleinstadt.

Die Stadt hat offensichtlich eine tolle Kulturszene. Das House of Music erlaubt auch Laien den Zugang zu Musik – neben einem Cafe mit Livemusik. Daneben noch eine Kunst-Universität.

Der Hauptplatz hat eine riesige Kathedrale und rundum Häuser, aus denen man meint, Zorro springen zu sehen – oder einen Gewehrlauf hinter dem Vorhang – oder einen Cowboy, der gerade vom Balkon direkt auf sein Pferd springt. Wie im Western.

5km hinter der Stadt beginnt der Dschungel. Ein Hochlanddschungel, aber die Pflanzen wachsen übereinander, durcheinander, aufeinander. Und bringen tolle Blüten hervor.

Ein Rasttag mit viel Natur.

 

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Loja

Wieder weiter. Wieder über drei Pässe. Insgesamt 2.400 Höhenmeter. Trockene Regionen wechseln mit tiefgrünen Regionen ab. Ich komme wieder meiner täglichen Aufgabe nach, die Mittagspause und die Mittagsverpflegung zu organisieren.

Unterwegs lesen wir einen jungen Ecuadorianer auf, der auch mit dem Rad unterwegs ist – und zwar von Cuenca nach Loja. Das sind rund 200 km mit 4.000 Höhenmetern. Er ist bei Vollmond weggefahren – „da konnte ich die Straße sehen“ – und war rd. 30 km vor dem Ziel ziemlich müde. Sein Rad: ein altes 10-Gang-Rad ohne Bergübersetzung, ohne Lenkerband, Stahl. Er freut sich sehr, mit unserem Truck mitfahren zu können.

 

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Dres Senoritas

Am 8. August ging es wieder über mehrere Pässe auf 3.400m – von Cuenca nach Oña. Dort wurden wir von den „dres Señoritas“ verpflegt- bzw. deren Nachkommen. Die Señoritas sind nämlich schon betagte Damen. Die älteste der Schwestern ist Jahrgang 1916!

Das Dorf Oña ist ein nettes Dörfchen, dessen Häuser mit ihren Balkonen etwas an Westerndörfer erinnert. Die ausgewachsenen Schweine am Grillsind wir bereits gewöhnt. Nun sehen wir auch kleinere „Schweine“ am Grill, nämlich Meerschweinchen.

 

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Cuenca

Am 7. August ging´s nach Cuenca, einer Stadt mit bildhübschen mittelgroßen Häusern und einigen Kirchen.

Zuerst zur Anfahrt:

Je näher die Radler zur Stadt Cuenca kamen, desto mehr Autoverkehr herrschte. Und wer gesehen hat, wie die LKW hier rauchen, kann einschätzten wie angenehm das ist. Es geht einem kaum besser als dem armen Schwein am Grill.

Zu den LKW: Was die großen europäischen Marken (Mercedes, Volkswagen) hier als neueste Errungenschaft verkaufen, ist Emissionsklasse EURO 3 – also ohne Partikelfilter. Was so hauptsächlich auf der Straße fährt, hat von EURO-Emissionsklassen noch nichts gehört. Dafür fahren schon PKW mit Hybridantrieb – neben Toyota-Pick-Ups aus den 70er Jahren.

Am 8. August Rasttag in Cuenca. Ich nutze die Gelegenheit zu einem Radausflug, den ich auf 3.400m beende, nachdem es doch empfindlich kalt wurde. Ich teste so ein gegrilltes Schwein und kann nur sagen – schmeckt toll.

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Ruinen

Einen für die Radler anstrengenden Tag ging´s nach Ingapirca. Mehr als 2.000 Höhenmeter waren zu überwinden. Dafür war die Landschaft umso toller.

Ich bin wieder meiner täglichen Aufgabe nachgekommen, die Radler auf etwa halber Strecke mit Essen und Getränken zu versorgen. Falls eine/r nicht mehr kann, dann packe ich Rad und Reiter ein.

Die Ruinen: es sind die größte in Ecuador erhaltenen Inca-Reste. Da ist nicht viel übrig geblieben.

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Rasante Downhills

Wir starten in Alausi. Unmittelbar neben einer riesigen Statue des San Pedro. Es geht über einen Pass, wieder 3.300m. Die Landschaft ist grandios – weich gezeichnete Berge und tiefe Täler. Die Berge sehen mit ihren Feldern manchmal wie Schachbretter aus.

Die Radfahrer haben bei den Downhills schon mehr als 90 km/h auf ihren Tachos und GPS-Geräten gespeichert. Schade mit dem Truck. Da muss ich mich mit weniger als der Hälfte begnügen.

Es gibt starke Radfahrer in der Gruppe. Einer hat sich heute wahrscheinlich kaum die Landschaft angesehen – 35 km und 760 Höhenmeter in einer Stunden 39 Minuten – und das zwischen 2.800 und 3.300 m Seehöhe!

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